Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg
facilityBamberg, Germany
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Top-cited papers from Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg
This article investigates the effects and risks of recent pension reforms in Germany. While German pension policy systematically supported early retirement for many years in order to relieve the regulated labour market in times of economic stagnation, there has been a substantial change of the pension policy paradigm in the more recent past. Latest reforms expect older people to prolong working life. Using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP) and applying micro-level longitudinal research methods, this contribution shows that the recent reversal of early retirement in Germany has been at the price of growing social inequalities in old age.
Zusammenfassung In dem Beitrag werden vier Konzepte der Armutsmessung vorgestellt und deren Ergebnisse verglichen: das Einkommens-, das Unterversorgungs-, das Deprivations- und das Sozialhilfekonzept. Ausgangspunkt ist die Hypothese, dass je nach Konzeptionalisierung des Armutsbegriffs nicht nur unterschiedliche quantitative Ergebnisse erzielt, sondern auch unterschiedliche Bevölkerungsgruppen identifiziert werden. Es wird untersucht, inwieweit die jeweiligen Armutsgruppen übereinstimmen und in welcher Hinsicht sie sich unterscheiden. Datenbasis ist die Erhebung für den Familien- und Sozialbericht der Stadt Gütersloh, eine repräsentative Primärerhebung, in der 2.316 Haushalte im Frühjahr 1997 befragt wurden. Die Untersuchung zeigt, dass die vier Armutskonzepte unterschiedlichen Klassifizierungsmustern folgen und für die Erfassung einzelner Risikogruppen ungleich sensibel sind. Zugleich zeigt die Analyse, dass die Bewältigungsstrategien der in den vier Konzepten identifizierten armen Menschen sehr ähnlich sind. Ein eindeutig „bestes“ Messkonzept kann nicht bestimmt werden.
This article investigates the effects and risks of recent pension reforms in Germany. While German pension policy systematically supported early retirement for many years in order to relieve the regulated labour market in times of economic stagnation, there has been a substantial change of the pension policy paradigm in the more recent past. Latest reforms expect older people to prolong working life. Using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP) and applying micro-level longitudinal research methods, this contribution shows that the recent reversal of early retirement in Germany has been at the price of growing social inequalities in old age.
Die Prozesse der Arbeitsmarktflexibilisierung sind heute sehr eng mit dem Phänomen der Globalisierung verbunden. Globalisierung ist dabei sicherlich kein neues Phänomen, aber die Intensität und Reichweite grenzüberschreitender Interaktionsbeziehungen, seien es ökonomische Transaktionen, informationelle und kulturelle Austauschprozesse oder internationale politische Abmachungen und Verträge, scheinen seit der Mitte der 80er Jahre, insbesondere seit dem Ende des Ost-West-Gegensatzes, in den meisten Industrieländern schubartig zugenommen zu haben (siehe Grafik 1). Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Effekten dieser Ausweitung der gesellschaftlichen Beziehungen über die Grenzen des Nationalstaates hinaus auf die Arbeitsmarktflexibilisierung und den Wandel individueller Lebensläufe in verschiedenen modernen Gesellschaften. Er wendet sich der spezifischen Frage zu, wie sich die Mobilitätsprozesse von Männern und Frauen in Europa und Nordamerika im Flexibilisierungs- und Globalisierungsprozess wandeln und berichtet über ausgewählte empirische Ergebnisse des an der Universität Bamberg durchgeführten und von der VolkswagenStiftung finanzierten Projektes ‚GLOBALIFE — Lebensverläufe im Globalisierungsprozess‘.
Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen ein hohes Alter erreichen, ist im vergangenen Jahrhundert in den industrialisierten Ländern erheblich gestiegen. Sinkende Geburten- und Sterberaten haben zu einer veränderten Bevölkerungsstruktur geführt. In den kommenden Jahrzehnten wird die Bevölkerung in Deutschland rasch altern. Diese neue demografische Lage erfordert Anpassungen und Umdenken auf persönlicher und sozialpolitischer Ebene. Wir argumentieren, dass die Förderung von Bildung über alle Lebensphasen und Bevölkerungsgruppen hinweg im Zentrum der Anpassungsstrategien stehen muss. Das gilt beispielsweise in Bezug auf Gesundheit, denn künftige Belastungen der sozialen Sicherungssysteme und die gesamtwirtschaftliche Leistungsfähigkeit hängen auch davon ab, in welchem Gesundheitszustand die wachsende Zahl älterer Menschen sein wird. Bildung kann ein gesundheitsförderndes Verhalten unterstützen und damit die Chancen erhöhen, dass ein Mensch ein langes, aktives Leben führen kann. Zudem kommen Aus- und Weiterbildung durch den demografischen Wandel eine noch höhere Bedeutung im Arbeitsleben zu, da durch die Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit und eine gleichmäßigere Verteilung der Arbeit über den Lebenslauf notwendig werden. Bildung ist eine Investition, die sich auch und gerade bei der Aussicht auf ein langes Leben lohnt und das Fundament bildet, auf dem Menschen ihr Leben eigenverantwortlich führen, sich persönlich und beruflich entwickeln und ihren Lebensunterhalt sichern können.
„Unser Berufssystem ist nicht familienkonform und umgekehrt unsere Familien-und Haushaltsstruktur ist nicht berufskonform; die an der Wurzel der industriellen Gesellschaft liegende Trennung von Dienst- und Privatleben wird hier zum strukturellen Widerspruch der beiden großen Bindungen und sozialen Lebensnotwendigkeiten, auf denen die Sicherheit des Menschen in der modernen Gesellschaft beruht. Ausgetragen wird dieser fundamentale Widerspruch des Systems auf dem Rücken der berufstätigen Mutter“.1 Dieses Zitat, das auch eine aktuelle soziologische Analyse sein könnte, wurde bereits 1972 von Helmut Schelsky verfasst. Das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde also von den Sozialwissenschaften bereits vor Jahrzehnten erkannt. Auch auf anderen Ebenen wird dieses Thema seit langem diskutiert. So kam beispielsweise das Gutachten zum 60. Deutschen Juristentag 1994 zu dem Schluss, dass die Arbeitswelt (immer noch) generell wenig Rücksicht auf die individuelle und familiale Lebensgestaltung nehme, und die Organisation der Arbeit wenig familienorientiert sei. Die erwerbstatigen Familienmitglieder seien bisher gezwungen, ihre Pflichten und Wünsche weitgehend den Bedingungen des Erwerbsarbeitslebens unterzuordnen. Die Organisation der Erwerbsarbeit wird demgegenüber den persönlichen und familialen Interessen übergeordnet. Wer seine Aufgaben in beiden Lebensbereichen (Arbeitswelt und Familie) ernst nimmt, gerät damit fast zwangsläufig in Konflikte.2 Umso erstaunlicher ist es, dass das Problem der Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit, das sich bei vielen jungen Müttern und Vätern stellt, von der Arbeitswelt auch heute leider immer noch zu wenig berücksichtigt wird. Konflikte zwischen familialen und beruflichen Aufgaben führen häufig dazu, dass viele junge Paare die Geburt von Kindern aufschieben oder ganz auf Kinder verzichten, denn die Vereinbarkeit dieser beiden Lebensbereiche ist für viele junge Menschen ein wichtiger Aspekt bei der Entscheidung pro oder contra Familie. Und nach der Familiengründung haben viele junge Familien in Deutschland nach wie vor erhebliche Probleme, Erwerbstätigkeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen.
Data are 6 kHz parametric sediment echosounder data in SEG-Y format. The data were collected with the hull mountes SES-2000 system (INNOMAR) of RV ALKOR (expedition number AL605, 2023). UTM 33 coordinates are stored in trace headers at SEG-Y standard byte positions. The data elucidate the gas filled paleo Odra-river and are discussed in Schmidt et al. (in review by BOREAS). This information will be updated once the according paper is published.
Ziel: Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit Diskriminierungserfahrungen bei Kindern in lesbischen Stieffamilien einen Risikofaktor in Bezug auf ihre psychische Anpassung darstellen. Zudem wird geklärt, welche familiären Faktoren sich positiv bzw. moderierend auf die Entwicklung der Kinder auswirken und damit mögliche Negativwirkungen von Diskriminierungserfahrungen abschwächen.Daten: Die Daten stammen aus der Studie "Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften" des Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) (Rupp 2009). Insgesamt konnten für den vorliegenden Beitrag Informationen zu N=345 Kindern aus lesbischen Stieffamilien genutzt werden (Elternbefragung). Ergebnisse: Die Befunde deuten darauf hin, dass sich Diskriminierungserfahrungen auf bestimmte Bereiche der psychischen Anpassung - nämlich emotionale Probleme und internalisierende Verhaltensprobleme - auswirken können. Familiäre Faktoren wie eine emotional und sozial unterstützende Haltung sowie eine offene Gesprächskultur in der Familie ebenso wie ein offener Umgang mit der Familiensituation nach außen erwiesen sich bei möglichen Diskriminierungserfahrungen als wirkungsvolle Schutzfaktoren hinsichtlich der kindlichen Entwicklung (v.a. prosoziales Verhalten).
"Dieses Arbeitspapier ist eine Abhandlung zu den Themen Elternbriefe und Familienbildung. Zuerst wird der Forschungsstand und Projektkonzeption der beiden Themen von Wolfgang Walter erläutert. In einer Inhaltsanalyse arbeitet Rotraut Oberndorfer die Stärkung der Erziehungsverantwortung durch Elternbriefe heraus und im Anschluss daran nennt Kurtschock den heutige Stand und die Perspektiven zur Integration der Familienbildung in die Jugendhilfe." (Redaktion USB Köln)
This article investigates the effects and risks of recent pension reforms in Germany. While German pension policy systematically supported early retirement for many years in order to relieve the regulated labour market in times of economic stagnation, there has been a substantial change of the pension policy paradigm in the more recent past. Latest reforms expect older people to prolong working life. Using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP) and applying micro-level longitudinal research methods, this contribution shows that the recent reversal of early retirement in Germany has been at the price of growing social inequalities in old age.
Data are 6 kHz parametric sediment echosounder data in SEG-Y format. The data were collected with the hull mountes SES-2000 system (INNOMAR) of RV ALKOR (expedition number AL605, 2023). UTM 33 coordinates are stored in trace headers at SEG-Y standard byte positions. The data elucidate the gas filled paleo Odra-river and are discussed in Schmidt et al. (in review by BOREAS). This information will be updated once the according paper is published.
Einleitung: In Deutschland konsumieren ungefähr 10 Millionen Menschen Alkohol in riskanter Menge. Wie der Epidemiologische Suchtsurvey 2012 zeigte, sind das rund 13% der Frauen und 16% der Männer im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Eine Vielzahl an Studien zeigt deutliche sozialstrukturelle Unterschiede in der Konsumhäufigkeit und in der Wahrscheinlichkeit, riskante Mengen Alkohol zu konsumieren. Unterschiede zwischen Frauen und Männern sowie verschiedenen sozioökonomischen Gruppen sind vergleichsweise gut dokumentiert. Seltener hingegen werden familien- und erwerbsbezogene Prädiktoren analysiert, welche vor dem Hintergrund der Rollentheorie, der Rollenakkumulationsthese oder dem Spannungsreduktionsansatzes von Relevanz für die Erklärung eines riskanten Alkoholkonsums sein können. In unserer Studie soll geklärt werden, welchen Erklärungsanteil diesen beiden Prädiktoren jeweils zukommt.